Allerheiligen-Kirche Rieth
 
Wer dem Dorfe Rieth zustrebt, den grüßt die Kirche schon in der Ferne. Zu dieser sanften Anhöhe hinauf führt auch der Kirchweg der Albingshäuser. Um den Kirchberg her liegt Rieth an der bayrischen Grenze in einem Grunde, zwischen dem Frauengrundbach und dem Seegraben, die beide zur Hälfte zusammenfließen. Der Ortsname wird schon im 11. Jahrhundert genannt und bedeutet Schilfwiese. 1616 vernichtete ein Großbrand den ganzen Ort. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das nahe gelegene Dörflein Albingshausen zerstört.

Doch die romanische Kapelle überdauerte diese schrecklichen Ereignisse. Die Schießscharten im Turm, der Kirchhof mit Mauerwerk und Graben weisen darauf hin, dass es sich um eine Wehrkirche gehandelt haben muss. Als im Jahre 1682 das Gotteshaus erneuert wurde, konnten Teile des romanischen Stils erhalten werden. Davon zeugt der Turm, in dessen Untergeschoß der Chor mit dem schönen Kreuzgewölbe eingebaut ist. An diese alte Bauweise erinnern die Sakristei und das Tonnengewölbe der Kirche. Die Kanzel wurde 1780 an einen Pfeiler des Triumphbogens angebracht. Über der Spitzbogentür an der Südseite ist in der Inschrift der Name Ernst, Herzog von Sachsen, zu erkennen.

Schon 1516 versah ein Frühmessner seinen Dienst in der Kapelle. Im Jahre 1518 jedoch bekannte sich die Gemeinde zum evangelischen Glauben. Michael Mülner war der erste evangelische Pfarrer. Der Ort war ursprünglich den Herren von Wildberg, dann denen von Henneberg zu eigen. 1353 gehörte er als Klostergut zum Nonnenkloster Sonnefeld. „Der jungen Gräfin Anna, die sich wegen ihrer lieblichen Gebrechlichkeit dem geistlichen Stande gewidmet hatte und Nonne im Kloster zu Sonnefeld geworden war, wurde zu ihrem Unterhalt das Dorf Rieth…. zugewiesen mit der Bestimmung, dass nach ihrem Tode diese Güter dem Kloster verbleiben sollten.“ Von diesem Klostergut zeugen noch heute mancherlei örtliche Benennungen; so der Frauengrund, der Kreuzgrund und der Heiligen.
 
 
 Schauen Sie mal rein!
 Eine Besichtigung unserer Kirche ist jederzeit gerne möglich. Klicken Sie hier.
 
So, nun wünschen wir viel Freude beim Anschauen unserer kleinen Bildergalerie.
.

 

  Wir sind dringend zur Erhaltung unserer Kirchen auf Spenden angewiesen. Helfen Sie bitte.


zurück